Alle Beiträge von Harald Zoschke

Harald ist Administrator und Haupt-Autor dieser Website. Sein Motto: Chilis sollte man nur an Tagen essen, die mit "g" enden. Oder Mittwochs. Ähnliches gilt für Grillen und Barbecue.

FriggiThai Hot Sauce

Friggitelli, die italienischen Schmor-Chilis, kommen normalerweise grün in den Handel, also unreif. Hauptgrund dafür dürfte die bessere Haltbarkeit sein, doch wie die meisten ihrer Artgenossen schmecken auch sie ausgereift noch süßer und aromatischer. Einen schönen Sommer oder ein Gewächshaus vorausgesetzt, hat man die Chance, Friggitelli im Eigenanbau schön rot reifen zu lassen. Dann kann man sie natürlich immer noch schmoren, aber auch anderweitig verwenden.

Friggitelli und ein paar "Scharfies" für unsere FriggiThai Hot Sauce
Friggitelli und ein paar „Scharfies“ für unsere FriggiThai Hot Sauce

Da Friggitelli so gut wie keine Schärfe haben, kam uns in den Sinn, eine milde Soße damit zu kochen. Die Schärfe lässt sich dann nach Belieben durch Zugabe von ein paar scharfen Chilis erzielen. Hintergedanke war, eine Alternative zu Thai-Currypasten im Haus zu haben, nur eben ohne tierische Zutaten wie Fischsoße oder Shrimp-Paste, dazu auch nach Anbruch länger haltbar. Die übrigen Zutaten haben wir bei den asiatischen Pasten abgeschaut: Zitronengras, Limettenblätter, Ingwer, Knoblauch, und natürlich ein paar scharfe Chilis.

FriggiThai Hot Sauce: Fein püriert
FriggiThai Hot Sauce: Fein püriert, fertig zum Abfüllen

Das Ergebnis ist eine schön dicke süß-pikante Thai-Style Soße. Extrem vielseitig, aber eben auch ideal im Wok statt Currypaste zu verwenden. Die dickflüssige Konsistenz kommt nur von den aufgeführten Zutaten, also ohne Xanthan, Maisstärke oder ähnlichem.

FriggiThai Hot Sauce
Vorbereitung
30 Min.
Zubereitung
1 Std.
Gesamtzeit
1 Std. 30 Min.
 
Schön dicke süß-pikante Thai-Style Soße. Extrem vielseitig, aber eben auch ideal im Wok statt Currypaste zu verwenden.
Gericht: Hot Sauce, Soßen, Dips & Salsa
Länder & Regionen: Asiatisch
Schärfegrad: Mittel, Scharf
Portionen: 900 ml
Zutaten
  • 600 g Friggitelli rot gereift (ersatzweise milde rote New Mexican Chiles)
  • 10 Stück Thai-Chilis nach Geschmack (oder Diavolicchio, Siling Labuyo o.ä.) *
  • 125 g Zwiebel gehackt
  • 4 Stück Knoblauchzehen fein gehackt
  • 2 EL Ingwerwurzel fein gehackt
  • 1 Stängel Zitronengras in 4 Teile geschnitten
  • 3 Stück Limettenblätter frisch
  • 200 g Zucker
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 100 ml Reisessig 5% Säure
  • 100 ml Reisessig 5% Säure **
  • Wasser warm, ggf. zum Anpassen der Konsistenz
Anleitungen
  1. Friggitello-Chilis waschen, Kappen abschneiden, Chilis der Länge nach aufschlitzen, Kerne und Zwischenwände entfernen, dann kleine Stücke schneiden. Thai-Chilis entstielen, grob hacken.
  2. Zwiebel in einem mittelgroßen Topf im Öl bei mittlerer Hitze weich dünsten (2-3 Minuten). Knoblauch dazugeben und nochmals 1-2 Minuten dünsten.
  3. Zucker, 100 ml Essig und gehackten Ingwer hinzugeben, gut verrühren, aufkochen lassen, 3 Minuten köcheln lassen.
  4. Gehackte Chilis unterrühren, Limettenblätter und Zitronengras hinzugeben und das Ganze bei geschlossenem Deckel ca. 45 Minuten köcheln lassen, bis die Chilis und Paprika weich sind (gelegentlich umrühren).
  5. Währenddessen die Flaschen in kochendem Wasser sterilisieren und abtropfen lassen.
  6. Topf vom Feuer nehmen, Limettenblätter und Zitronengras herausfischen und die Soße im Mixer oder direkt im Topf mit einem Pürierstab pürieren (Vorsicht heiß!), dann den restlichen Essig hinzugeben, nochmals kurz pürieren. ** Die Soße sollte schön dickflüssig sein, fast wie Ketchup. Sollte sie jedoch zu dick sein, auch ein wenig warmes Wasser hinzugeben, nochmals kurz pürieren. Nochmals kurz aufkochen lassen.
  7. Soße kochend heiß mit einem Trichter in die sterilisieren Flaschen füllen und gleich verschließen. Die heißen verschlossenen Flaschen kurz kopfüber schwenken – dies bewirkt eine noch bessere Versiegelung.
  8. Abgekühlte Flaschen etikettieren, wenn vorhanden Schrumpfschlauch mit Haar Fön oder Heißluftblaser aufschrumpfen. Angebrochene Flaschen im Kühlschrank aufbewahren.
Rezept-Anmerkungen

* Für eine mittlere Schärfe haben wir 18 Stück philippinische Siling Labuyo verwendet.

** Ein Teil des Essigs wird nach dem Kochen und Pürieren hinzugefügt, da dieser durch das lange Kochen evtl. an Säure verliert (und damit an niedrigem pH-Wert, den wir für die Haltbarkeit der Soße benötigen).

 

Harry’s Fire&Spice Hot Sauce

Es waren noch Tomaten am Strauch, ebenso Chupetinha Chilis und Jalapeños. In der Speisekammer hing noch ein Strang Knoblauch. Was macht man da? Na klar, eine Hot Sauce! Mit Mike & Diane’s wunderbarer „Ring of Fire Habanero Hot Sauce“ im Hinterkopf (also bildlich) kam mir die Idee, für den Hausgebrauch etwas Ähnliches zu machen. So entstand „Harry’s Fire&Spice Hot Sauce“.

Harry’s Fire&Spice Hot Sauce: Eine leckere Soße, universell und nicht zu scharf.

Statt Habaneros hatte ich meine Chupis, und statt Serranos hab ich ein paar Jalapeños geröstet. Und natürlich den Knoblauch. Außerdem rote Zwiebel, sowie Datteltomaten aus eigener Ernte, aromatisch-süß. Statt Zucker süßer Balsamico. Von den zehn Gewürzen in der RoF nennen M&D nur Oregano und Cumin. Ich hab mal außerdem noch Thymian mit hineingetan.

Unsere Zutaten (im Bild fehlen noch Olivenöl und Balsamico)

Die daraus resultierende Soße hat gut Biss, ist aber nicht zu scharf, geschätzt 5-6 auf der 1-10er Skala. Meine Devise war ja schon immer „Herzhaft statt schmerzhaft“. Vor allem hat sie ein geheimnisvolles Aroma – die Zutaten geben zusammen etwas völlig Neues, irgendwie  Geheimnisvolles. Seit wir sie gekocht haben, ist diese Soße für alles Mögliche im Einsatz.

Es sind übrigens praktisch alle Zutaten drin, die man außer Avocados für eine Guacamole braucht. Selbige lässt sich daher schnell mixen, ohne dass man diverse Zutaten im Haus haben muss.

Natürlich kann man für die Soße auch Habaneros oder andere Chilis (vorzugsweise hier C. chinense) verwenden; die Chupis hatten wir halt frisch vom Strauch vorrätig, und sie haben neben Schärfe ein schönes Aroma.

Harry's Fire&Spice Hot Sauce
Vorbereitung
1 Std.
Zubereitung
1 Std.
Tomatensoße kochen, Chilis rösten
2 Stdn.
 

Eine vielseitige Hot Sauce so ganz grob im Stil von Mike & Diane's "Ring of Fire". Chilis (Chupetinha und Jalapeño, letztere geröstet), Tomaten, gerösteter Knoblauch, Kräuter und Gewürze bestimmen das Aroma dieser feurigen aber nicht zu scharfen dickflüssigen Soße.

Gericht: Hot Sauce
Länder & Regionen: American, Amerikanisch
Keyword: Chupetuinha, Hot Sauce, Jalapeño, Knoblauch, Röstaromen
Schärfegrad: Scharf
Portionen: 800 ml
Zutaten
  • 250 ml Apfelessig Bio 5%
  • 3 EL Olivenöl (für die Zwiebeln und Chilis)
  • 50 ml Olivenöl (zum Rösten der Knoblauchzehen)
  • 400 g Tomatensoße oder passierte Tomaten am besten selbstgemacht
  • 100 g Zwiebeln, gewürfelt
  • 100 g Chupetinha Chilis, frisch
  • 100 g Knoblauch
  • 50 g Jalapeños (geröstet, "Filets")
  • 4 TL Oregano, fein gerebelt/gemörsert
  • 2 TL Thymian, fein gerebelt/gemörsert
  • 1 TL Cumin, gemahlen
  • 2 TL Pfeffer schwarz, gemahlen
  • 0,5 TL Meersalz
  • 1 EL Balsamico (süß)
  • Wasser (nach Bedarf, bei uns 150 ml in Basisrezept)
Anleitungen
  1. Jalapenos rösten, in einer Papiertüte schwitzen lassen (siehe Beitrag "Chilis rösten … und Leckeres damit zaubern").

  2. Chilis enthäuten und "filetieren": Stiel entfernen, halbieren und mit einem Messer das Innenleben entfernen. Dann grob in Stücke schneiden.

  3. Falls keine fertige Soße vorhanden: 1,5-fache Menge Tomaten (vorzugsweise Kirsch- oder Datteltomaten) halbieren, ggf. grünen Strunk entfernen, in etwas Olivenöl andünsten, 25-30 Minuten kochen (gelegentlich umrühren), pürieren.

  4. Chupetinhas spülen, entstielen und halbieren. Durch Schütteln in einem geschlossenen Gefäß einen Teil der Samenkörner entfernen (Chupis enthalten einfach sehr viel davon für ihre Größe).

  5. Die Knoblauchzehen pellen. Die größere Menge Olivenöl in eine passende Pfanne (oder Topf) geben, die Zehen im heißen Öl von allen Seiten goldbraun, aber nicht knusprig rösten; sie sollen weich werden und bleiben. Achtung, heiß! Dabei bleiben!

  6. Knoblauchzehen mit einer Gabel herausfischen und auf einen Teller zum Abkühlen geben, dann grob zerteilen. Nicht vergessen, das Öl vom Feuer zu nehmen!

  7. Zwiebel pellen, würfeln und - in einem Topf, der groß genug ist für unsere Soße - im restlichen Olivenöl andünsten.

  8. Die halbierten Chupetinhas dazugeben, weiterdünsten.

  9. Mit etwa der Hälfte des Essigs aufgießen, verrühren, weiter erhitzen.

  10. Die Tomatensoße dazu geben, gut verrühren.

  11. Den gerösteten Knoblauch hinzufügen.

  12. Alles verrühren und ca. 20-30 Minuten köcheln lassen; gelegentlich umrühren.

  13. Währenddessen die Flaschen und Verschlüsse in kochendem Wasser sterilisieren und abtropfen lassen.

  14. Die gerebelten Kräuter in den Mörser geben und weiter zerkleinern. Dann den Cumin und das Salz dazu geben, alles vermischen.

  15. Etwa die Hälfte der Würzmischung hinzugeben, den restlichen Essig, ebenso den süßen Balsamico, und die Mischung mit dem Pürierstab fein pürieren.

  16. Die zweite Hälfte der Gewürzmischung dazugeben (wegen der Optik nach dem Pürieren), gründlich einrühren. Sollte die Konsistenz zu dickflüssig sein, etwas Wasser hinzu geben (wir hatten erst 150 ml, dann nochmals 50 ml hinzu gegeben) und gründlich vermischen.

  17. pH-Wert testen: Einen Teelöffel Soße entnehmen und z.B. auf einer Untertasse abkühlen lassen. Ein wenig von der Probe auf einen Lackmuspapier-Streifen geben, kurz warten und die Rückseite des Streifens mit der Farbtabelle vergleichen. Der pH-Wert sollte zwischen 3 und 4 liegen. Sollte er größer als 4 sein, schrittweise etwas Essig dazu geben und gut vermischen.

  18. Soße noch einmal leicht zum köcheln bringen und kochend heiß mit einem Trichter in die sterilisierten Flaschen füllen und gleich verschließen. Die heißen verschlossenen Flaschen kurz kopfüber schwenken – dies bewirkt eine noch bessere Versiegelung.

  19. Trotz des niedrigen pH-Wertes kann man die Flaschen zwecks noch besserer Haltbarkeit pasteurisieren. Wir stellen sie dazu in Wasser und erhitzen sie ab Siedetemperatur 10 Minuten.

    Metalldeckel und -kappen sollten nach dem Abkühlen der Flaschen nach innen gezogen sein. Hat das mal nicht geklappt und die Deckel sind nach außen gewölbt und "knacken" beim Draufdrücken, sollte man die betroffenen Flaschen besser von vornherein in den Kühlschrank stellen und/oder bald verbrauchen.

  20. Fertig! Jetzt noch abkühlen lassen und etikettieren...

Rezept-Anmerkungen

Tipps:

Hinweise zum Rösten der Chilis siehe Beitrag Chilis rösten und Leckeres damit zaubern

Zum Thema pH-Wert, Sterilisieren usw. siehe Beitrag Hot Sauce Tipps

Für das Etikett:

Zutaten: Apfelessig, Tomaten, Zwiebeln, Chupetinhas, Knoblauch (geröstet), Jalapeños (geröstet), Olivenöl, Balsamico süß, Oregano, Thymian, Cumin, schwarzer Pfeffer, Meersalz.
Produziert MM/JJJJ - Nach Anbruch kühl stellen

 

Parmigiana & Paccheri al Forno

Paccheri sind eine typische Pasta-Sorte der neapolitanischen Küche, und zusammen mit Auberginen im Stil von „Parmigiana di Melanzane“ lässt sich mit den dicken Röhrennudeln ein toller Auflauf zaubern, der im Ofen nur kurz überbacken werden muss. Unsere Version haben wir mit Jalapeño „aufgepeppert“.

Außerdem verwenden wir gerne die länglichen hell violetten  „Melanzane Perline“ – bei dieser milden Auberginen-Sorte muss man vor dem Braten nicht die Bitterstoffe mit Salz herausziehen – man kann sie direkt verwenden. Im Handel werden sie als auch „Baby-Melanzane“ oder „Baby-Auberginen“ angeboten, obwohl es eine eigene Sorte ist, die angeblich in Sizilien aus einer Mutation hervorging. Ansonsten kennt man von dort ja runde Auberginen mit diesem Farbton.

Hier also unsere Zutaten. Hat man erstmal alles zusammen, dauert die Zubereitung nicht lange. Danke an Lina Zucco aus einer Facebook-Kalabrien-Gruppe für die Idee und das Basis-Rezept.

Parmigiana & Paccheri: Unsere Zutaten
Parmigiana & Paccheri al Forno
Vorbereitung
15 Min.
Zubereitung
30 Min.
 

Paccheri sind eine typische Pasta-Sorte der neapolitanischen Küche, und zusammen mit Auberginen im Stil von "Parmigiana di Melanzane" lässt sich damit damit ein toller Auflauf zaubern, der im Ofen nur kurz überbacken werden muss. Unsere Version haben wir mit Jalapeño "aufgepeppert".

Gericht: Hauptgericht
Länder & Regionen: Italienisch
Keyword: Aubergine, Jalapeño, Paccheri, Parmigiana, Pasta
Schärfegrad: Mild, Mittel
Portionen: 3
Zutaten
  • 250 g Paccheri
  • 250 g Aubergine, violett 250 g = ca. 3 St. Melanzane Perline
  • 350 g Passierte Tomaten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Jalapeño
  • Sträußchen Basilikum frisch
  • 100 g Mozzarella (100 g = 1 Kugel, abgetropft)
  • 50 g Parmesankäse, frisch gerieben
  • Pfeffer & Salz
  • Oregano & Thymian, getrocknet
  • EL Olivenöl, extra nativ
Anleitungen
  1. Jalapeno entstielen, (optional) vom Innenleben befreien und würfeln, Knoblauch pellen und fein hacken. Mozzarella abtropfen lassen, trocken tupfen und in kleine Stücke schneiden. Basilikum-Blätter grob hacken (etwas Basilikum zur Teller-Deko aufheben). Erst kurz vor ihrer Verwendung Aubergine(n) waschen und in dünne Scheiben schneiden.

  2. [Bei Melanzane Perline nicht nötig] Auberginen-Scheiben beidseitig salzen und ca. 5 Minuten stehen lassen (zugedeckt, damit sie sich möglichst nicht verfärben). Mit Küchenkrepp trocken tupfen.

  3. Auberginen-Scheiben in etwas Olivenöl beidseitig kurz anbraten. Da die Aubergine Öl aufsaugt, ggf. etwas nachgeben.

  4. Auberginen-Scheiben aus der Pfanne nehmen und auf Küchenkrepp ausbreiten, um unnötiges Fett aufzusaugen.

  5. Etwas weiteres Olivenöl in die Pfanne geben und den Knoblauch sowie die Jalapeno-Würfel kurz darin anschmoren. Die passierten Tomaten dazugeben, erhitzen, gut verrühren und mit Oregano, Thymian, Pfeffer und Salz abschmecken.

  6. Inzwischen Pasta nach Packungsangabe al dente kochen (meist 12 Minuten), gut abgießen und in die Pfanne zum Sugo geben

  7. Auch den Mozzarella, die Hälfte des geriebenen Käses, die gehackten Basilikum-Blätter und die Auberginen-Scheiben hinzugeben, alles gut verrühren und erhitzen.

  8. Backofen auf 200°C (und Grill, falls vorhanden) vorheizen. Inhalt der Pfanne in eine ofenfeste Auflaufform (vorzugsweise aus Glas) umfüllen.

  9. Gleichmäßig mit dem restlichen Parmesankäse bestreuen.

  10. Auflauf ca. 10 Minuten backen bzw. bis der Käse sich leicht bräunt.

  11. Heiß auftischen (Achtung, ernsthaft heiß - hitzefeste Unterlage und Handschuhe!)

  12. Auffüllen und mit Basilikum garnieren. Buon Appetito!

Rezept-Anmerkungen

Dazu schmeckt zum Beispiel ein gekühlter Chiaretto

Runde Zucchini „Parmigiana“ vom Grill

Wir lieben gefüllte runde Zucchini aus dem Backofen, noch lieber vom Grill. Und wir lieben Parmigiana, den klassischen italienischen Auflauf mit sich abwechselnden Schichten von Tomaten, Auberginen, Mozzarella, mit frischem Basilikum gewürzt. Was lag also näher, die Zucchini mit eben diesen Zutaten zu füllen – praktisch eine Parmigiana in einer essbaren Schüssel serviert! Das Ergebnis war so lecker, dass wir es als Rezept aufgeschrieben haben – für uns selber, und für Sie zum Nachgrillen.

Runde Zucchini „Parmigiana“, aufgetischt
Runde Zucchini „Parmigiana“ vom Grill
Vorbereitung
20 Min.
Zubereitung
1 Std.
Gesamtzeit
1 Std. 20 Min.
 

Runde Zucchini vom Grill, wie ein italienischer Parmigiana-Auflauf mit Tomaten, Auberginen, Mozzarella, mit frischem Basilikum gewürzt... und natürlich ein wenig "aufgepeppert", je nach Gusto! Das Ganze wird herrlich saftig und aromatisch.

Gericht: Beilage, Breakfast
Länder & Regionen: Italian
Keyword: Cobb Grill, Vegetarisch
Schärfegrad: Mild, Mittel
Portionen: 4 Zucchini
Zutaten
  • 4 Stück Zucchini, rund ca. 10 cm Durchmesser, alle etwa gleich groß
  • 1 Stück Aubergine, mittelgroß vorzugsweise milde gestreifte
  • 1 Glas Tomaten geschält („pomodori pelati“) mit Saft 350 g Glas (Abtropfgewicht 250 g) *
  • 1 Stück Mozzarella-Kugel abgetropft
  • 10 Stück Basilikum-Blätter, frisch
  • Peperoncino-Flocken, scharf Menge nach Gusto
  • Olivenöl
  • Pfeffer, schwarz, frisch gemahlen
Anleitungen
  1. Zucchini waschen und in einem ausreichend großen Topf in leicht gesalzenem Wasser ca. 5 Minuten kochen, sodass sie leicht weich werden. In eiskaltem Wasser abschrecken, etwas abkühlen lassen und abtrocknen.

  2. Oben eine Kappe abschneiden, jedoch nicht glatt, sondern schräg wie im Bild gezeigt; die Kappen für perfekte Passform jeweils daneben legen.

  3. Zucchini mit einem kleinen Löffel aushöhlen – dabei aufpassen, dass rund herum und auch am Boden ca. 1 cm Fruchtfleisch erhalten bleibt. Achtung, entferntes Fruchtfleisch nicht wegtun – siehe Tipps!
     Dann Zutaten für die Füllung vorbereiten:

  4. Aubergine waschen und in dünne Scheiben schneiden. Beidseitig salzen und ca. 5 Minuten stehen lassen (zugedeckt, damit sie sich möglichst nicht verfärben). Mit Küchenkrepp trocken tupfen und in etwas Olivenöl beidseitig kurz anbraten. Aus der Pfanne nehmen und auf Küchenkrepp bereit legen.

  5. Tomaten abgießen (Saft aufheben), Mozzarella in Scheiben schneiden, Basilikum hacken

  6. Die Böden der Zucchini mit einer dünnen Schicht Tomate belegen (zwei Hälften einer Datteltomate).

  7. Darauf eine Auberginenscheibe geben.

  8. Hierauf kommt nun eine Schicht Mozzarella.

  9. Darauf dann jeweils wieder Tomate, Aubergine und Mozzarella.
    Solange Platz, wiederholen. 
    [Alle Lagen mit frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer, Peperoncino-Flocken (nach Gusto) und etwas gehacktem Basilikum bestreuen]

  10. Zum Schluss die passenden Kappen aufsetzen.

  11. (Cobb) Grill für direkte Hitze aber mit etwas Abstand von der Glut vorheizen (siehe Tipps)

  12. Zucchini leicht einölen und auf den Grillrost setzen. (Hier haben wir auch noch Platz für Kartoffeln - siehe Tipps)

  13. Zucchini im geschlossenen Grill 30 bis 40 Minuten garen bzw. bis sie weich sind (mit Gabel oder Zahnstocher testen; ggf. etwas Grillzeit zugeben).

Rezept-Anmerkungen
  • Aus dem Rest Tomaten und dem herausgeschälten Innenleben lässt sich am nächsten Tag (oder als 1. Gang vor den Grill-Zucchini) ein leckerer Sugo kochen…  mit Spaghetti oder anderer italienischer Pasta. Das Zucchini-Fruchtfleisch hält sich im geschlossenen nichtmetallischen Gefäß im Kühlschrank 1-2 Tage.
  • Beim Cobb Grill am besten Cobblestone (oder kompatibel) verwenden, ansonsten hochwertige Grillbriketts.
  • Wie man auf dem Bild sieht, ist im Cobb Grill noch Platz für vier nicht zu große Kartoffeln – siehe Rezept für Hasselback Potatoes.

Gefüllte Paccheri aus dem Cobb Grill

Paccheri sind eine typische Pasta-Sorte der neapolitanischen Küche. Die gut fingerdicken Röhrennudeln haben Substanz und werden nach dem Kochen gerne gefüllt. Das machen wir heute mal im Cobb Grill.

Gefüllte Paccheri aus dem Cobb…. mmmhhhh!

Für unsere Paccheri-Idee bietet sich die Cobb Backform an. Mit ihrer mittleren Größe erlaubt sie das aufrechte Positionieren einer überschaubaren Anzahl Nudeln, die wir mit je einem Streifen Käse und Kochschinken füllen. Über die Pasta kommt dann Tomatensoße, und obendrauf noch geriebener Käse. Eine Mahlzeit mit italienischem Flair, die schmeckt und satt macht. Buon appetito!

Anmerkung: Das Ganze kann man natürlich auch in einem beliebigen Kugelgrill zubereiten. Da wir aber meistens nur zu zweit kochen, bietet sich der kleine Cobb an.

Gefüllte Paccheri aus dem Cobb Grill
Vorbereitung
30 Min.
Zubereitung
30 Min.
 

In der Cobb Backform gebackene Pasta, mit Käse und Kochschinken gefüllt und Tomatensoße und Käse überbacken. Eine Mahlzeit mit italienischem Flair, die schmeckt und satt macht. Buon appetito!

Gericht: Barbecue, Cobb Grill, Erster Gang (Primo), Hauptgericht, Pasta
Länder & Regionen: Italienisch
Keyword: Cobb, Pasta, Tomaten
Schärfegrad: Mild, Mittel
Portionen: 4
Zutaten
  • 350 g Paccheri Pasta
  • 160 g Emmentaler Käse (am Stück)
  • 160 g Kochschinken (5-6 mm dicke Scheiben)
  • 100 g Emmentaler Käse (gerieben)
  • 400 ml passierte Tomaten
  • 1 EL Oregano, getrocknet
  • 1 TL Peperoncino piccante, gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • Olivenöl extra nativ
Anleitungen
  1. Pasta in die Cobb Backform schlichten, um die Menge abzuschätzen. (Der Durchmesser der Nudeln variiert je nach Hersteller; bei uns benötigten wir ca. 80 Stück). Noch ein paar Nudeln für Bruch beim Kochen dazu geben.

  2. Pasta nach Packungsangabe al dente kochen (meist 12 Minuten), gut abgießen. Zurück in den Topf geben, etwas Olivenöl dazugeben, damit die Pasta nicht verklebt.

  3. Während die Pasta kocht, in einem kleinen Topf die passierten Tomaten erhitzen und mit Oregano, Peperoncino und Salz abschmecken.

  4. Ebenfalls während der Kochzeit eine entsprechende Menge Käse- und Kochschinken-Streifen schneiden (ca. 6x6 mm,Länge entsprechend der Paccheri).

  5. Cobb Backform innen mit Olivenöl fetten und mit ein wenig Öl den Boden bedecken (verhindert Ansetzen). Form rutschfest schräg aufstellen.

  6. Die weitgehend abgekühlten Paccheri aufrecht darin platzieren, dabei jeweils mit einem Streifen Käse und Schinken füllen. Die komplette Form füllen, damit die Nudeln nicht umkippen.

  7. Tomatensoße mit einem Schöpflöffel gleichmäßig über der Pasta verteilen.

  8. Gleichmäßig mit dem geriebenen Emmentaler bedecken.

  9. Fertig! So etwa soll es aussehen...

  10. Cobb Grill mit guten Briketts (z.B. Koko Eggs) oder einem Cobblestone anfeuern, Erweiterungsring aufsetzen, darauf die Grillplatte und den Grillrost. Haube aufsetzen, Grill ein paar Minuten aufheizen.

  11. Haube abnehmen, die Backform mit der Pasta einstellen (auf sicheren Stand achten), Haube wieder aufsetzen und die Pasta ca. 30 Minuten backen. Erst jetzt nachschauen, ob der Käse obendrauf gut geschmolzen ist. Falls nicht, noch ein paar Minuten zugeben.

  12. Form auf eine hitzefeste Unterlage stellen (Achtung, heiß! Grillhandschuhe!), Pasta heiß servieren.

Tipp:

Da so ein Cobblestone-Brikett dann noch mindestens eine Stunde Hitze liefert, machen wir, während die Pasta backt, einen Grillrost mit Kartoffeln fertig. Entweder kleine Kartoffeln oder größere aufgeschnitten. Diese werden gewaschen, getrocknet, dünn mit Olivenöl gepinselt und mit etwas BBQ Rub nach Wahl bestreut. Dazu gerne ein paar Rosmarin-Zweige.

Wenn die Pasta fertig ist, kommen die Kartoffeln für eine gute Stunde in den geschlossenen Cobb; zur Halbzeit einmal mit der Grillzange wenden. Am nächsten Tag machen wir damit Bauernfrühstück oder einen herzhaften Kartoffelsalat.

Heatloaf – „Aufgepepperter“ Hackbraten

Der Hackbraten aus unserer Kindheit in gepimpter Ausführung!

Green Chile Heatloaf – Hackbraten für Chileheads

Meatloaf ist der englische Name für Hackbraten, aber wenn man ihn mit gerösteten New Mexican Green Chiles „aufpeppert“, wird bei uns daraus eben „Heatloaf“. Geröstete New Mexican Green Chiles verleihen ihm ein interessantes Aroma und eine angenehme Schärfe – vorausgesetzt die Green Chiles sind „hot“. Schmeckt warm und kalt.

Heatloaf – Mit Green Chiles „aufgepepperter“ Hackbraten
Vorbereitung
20 Min.
Zubereitung
1 Std. 30 Min.
Gesamtzeit
1 Std. 50 Min.
 

Meatloaf ist der englische Name für Hackbraten, aber wenn man ihn mit gerösteten New Mexican Green Chiles „aufpeppert“, wird bei uns daraus eben „Heatloaf“. Der Hackbraten aus unserer Kindheit in gepimpter Ausführung! Geröstete New Mexican Green Chiles verleihen ihm ein interessantes Aroma und eine angenehme Schärfe – vorausgesetzt die Green Chiles sind "hot". Schmeckt warm und kalt.

Gericht: Barbecue, Erster Gang (Primo), Hauptgericht
Länder & Regionen: American, Southwestern
Keyword: Green Chile, Hackbraten, Heatloaf, Meatloaf
Schärfegrad: Mittel, Scharf
Portionen: 8 Portionen
Zutaten
  • 1 kg Hackfleisch, gemischt (Rind/Schwein)
  • 300 g New Mexico Green Chile "hot" (geröstet, gepellt, filetiert, fein gehackt)
  • 1 Zwiebel (mittelgroß), gehackt
  • 1 Ei (vorzugsweise Bio)
  • 59 g Corn Flakes, zerbröselt
  • 2 TL Haralds Fuego Mix (oder Feuerstreuer Cajun Dust o.ä.)
  • Olivenöl
  • 5 EL grober Senf
  • 3 EL New Mexico Green Chile (geröstet, gepellt, filetiert, fein gehackt)
Anleitungen
  1. Backofen auf 180°C vorheizen. Die ersten 6 Zutaten in eine große Schüssel geben und gut vermengen, sodass ein einheitlicher Teig entsteht.

  2. Eine ausreichend große ofenfeste Form dünn mit Olivenöl fetten. Aus der Teigmasse einen Laib formen, in die Backform geben und gleichmäßig dünn mit dem Senf bestreichen.

  3. Heatloaf eine Stunde backen.

  4. Form aus dem Ofen nehmen, auf eine hitzebeständige Unterlage stellen.

  5. Die restlichen gehackten Green Chiles gleichmäßig auf dem Heatloaf verteilen.

  6. Nochmals ca. 20-30 Minuten backen bzw. bis eine Kerntemperatur von mindestens 75°C erreicht ist (mit Fleisch- oder BBQ-Thermometer prüfen).

  7. Heatloaf aus der Form nehmen, bevor er ganz abgekühlt ist (höchstwahrscheinlich ist Fett ausgetreten).

  8. Warm oder kalt servieren, zum Beispiel mit Kartoffelpüree und Gemüse, auf einem Sandwich, oder mit einem Spiegelei darauf. Der Heatloaf lässt sich auch portionsweise einfrieren.

Rezept-Anmerkungen
  • Der Heatloaf lässt sich natürlich auch im Kugelgrill zubereiten (indirekte Hitze).
    .
  • Da unsere selbst angebauten und gerösteten New Mexican Green Chiles zur Neige gingen, haben wir auf ein Kaufprodukt zurückgegriffen. Hinweise zum Rösten von New Mexican Green Chiles siehe Chilis rösten und Leckeres damit zaubern.
    Green Chile Heatloaf: Zubereitung mit gekauften Roasted Green Chiles
  • Alternativ lassen sich auch geröstete Poblanos verwenden.

Smoky Pasta e Fagioli

Pasta e Fagioli, was „Nudeln und Bohnen“ bedeutet, ist ein traditionelles italienisches Gericht, je nach Konsistenz eher Eintopf oder Suppe. Es beginnt mit einem Soffritto; hierfür werden Zwiebeln, Karotten und gern auch noch Stangensellerie fein gewürfelt in etwas Olivenöl angeschmort. Dann kommen Bohnen und Brühe dazu, und nachdem das Ganze etwas geköchelt hat, wird direkt darin die Pasta gekocht. Auch etwas Tomate kommt mit rein, und in unserer pikanten Smoky-Version natürlich auch Chipotle in Adobo Sauce. Ist lecker, preiswert und macht satt. Zudem sind die meisten Zutaten gut zu bevorraten.

Mmmhhhhmmmm…. Smoky Pasta e Fagioli!
Smoky Pasta e Fagioli
Vorbereitung
1 d 20 Min.
Zubereitung
40 Min.
 

Das traditionelle italienische Gericht mit Pasta und Bohnen, je nach Konsistenz eher Eintopf oder Suppe. Hier unsere einfach zuzubereitende Version, "aufgepeppert" mit rauchig-pikanten Chipotle in Adobo Sauce. Ist lecker, preiswert und macht satt. Zudem sind die meisten Zutaten gut zu bevorraten.

Gericht: Erster Gang (Primo), Hauptgericht
Länder & Regionen: Italienisch
Keyword: Adobo, Chipotle, Pasta, Vegetarisch
Schärfegrad: Mittel
Portionen: 4 Portionen
Zutaten
  • 200 g Pasta für Gemüsesuppen (Typ “Ditali Rigati”) (alternativ kurze Penne)
  • 400 g Borlotti-Bohnen, gekocht (selbst gekocht oder aus Glas/Dose)
  • 1 Liter Gemüsebrühe (ggf. aus Brühpulver/-würfel und warmem Wasser)
  • 1 Karotte
  • 1 Zwiebel (mittl.)
  • 2 EL Olivenöl Extra nativ
  • 2 EL passierte Tomaten
  • 2 EL Chipotle in Adobo (inkl. Soße)
  • 1 TL Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 2 Salbeiblätter, frisch, fein geschnitten (ersatzweise 1 TL getrocknet)
Bei Tisch
  • Parmiggiano Reggiano, frisch gerieben
  • Olivenöl Extra nativ
Anleitungen
  1. Falls nicht fertig aus Glas oder Dose: Bohnen einweichen, kochen, abgießen.

  2. Karotte, Zwiebeln und ggf. Sellerie würfeln und im Olivenöl anschmoren.

    (wir haben eine violette Karotte verwendet, weil gerade keine "normale" zur Hand)

  3. Die gekochten (und abgetropften) Bohnen hinzugeben, verrühren und ein paar Minuten erhitzen.

  4. Chipotle in der Soße mit einem Messer grob hacken.

  5. Passierte Tomaten, Chipotle in Adobo (mit Soße) und Salbei hinzugeben, verrühren.

  6. Mit der Gemüsebrühe auffüllen und ca. 20 Minuten köcheln lassen.

  7. Ein paar Schöpflöffel abnehmen, in ein Gefäß geben, mit dem Stabmixer pürieren…

  8. … und wieder in den Topf geben, verrühren, wieder zum Kochen bringen.

  9. Sobald die Suppe kocht, die Pasta einrühren und ca. 2 Minuten weniger lang als auf der Packung empfohlen (für unsere Pasta war die Kochzeit 9 Minuten angeben) kochen lassen.

  10. Vom Feuer nehmen und zugedeckt ca. 10 Minuten fertig ziehen lassen.

  11. Heiß in Suppenteller oder Schalen füllen und nach Belieben mit ein paar Tropfen gutem Olivenöl und geriebenem Parmiggiano Reggiano (oder Trentingrana) servieren.

Rezept-Anmerkungen

Tipps:
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  • Für eine dickere Konsistenz etwas weniger Brühe nehmen.
    .
  • Die Chipotle in Adobo Sauce gibt es - meist als Mexiko-Import - in der Dose zu kaufen, oder man macht sie selbst (siehe hier).

Cajun Corn Maque Choux aus dem Dutch Oven

Maque Choux: Nach Gusto „aufpeppern“

Maque Choux ist ein Gericht aus dem Süden des US-Bundesstaats Louisiana. Es wird angenommen, dass es sich um eine Mischung aus kreolischem und indianischem Kultureinfluss handelt; der Name ist wohl eine französische Interpretation der ursprünglichen indianischen Bezeichnung.

Maque Choux kann als Beilage dienen, oder – zum Beispiel auf Reis – auch als Hauptgang. Von dem traditionellen Gericht gibt es viele Varianten.  Meine Version lehnt sich an jene im Video* von Heath Sampey aus Morgan City, Louisiana an, ist aber an hiesige Zutaten und mengenmäßig für meinen Petromax ft3 Dutch Oven angepasst (Topfinhalt 1,6 Liter).

Natürlich kann man das Maque Choux auch im Topf in der Küche kochen. Aber wo bleibt da die Romantik? Außerdem ist es doch ganz pfiffig, was Feines im Falle von Blackouts bereit zu haben…

Cajun Corn Maque Choux: Unsere Zutaten
Cajun Corn Maque Choux aus dem Dutch Oven
Vorbereitung
30 Min.
Zubereitung
2 Stdn.
Gesamtzeit
2 Stdn. 30 Min.
 

Maque Choux ist ein Gericht aus dem Süden des US-Bundesstaats Louisiana. Es kann als Beilage dienen, oder – zum Beispiel auf Reis – auch als Hauptgericht. Diese Version ist auf hiesige Zutaten und mengenmäßig für einen kleinen Dutch Oven angepasst (z. B. Petromax ft3, Topfinhalt 1,6 Liter).

Gericht: Beilage, Dutch Oven, Hauptgericht
Länder & Regionen: Cajun, Louisiana, USA
Keyword: Cajun, Dutch Oven,, Maque Choux, Shrimps
Schärfegrad: Mild, Mittel
Portionen: 2 Portionen
Zutaten
  • 2 Maiskolben, frisch  (wir frieren im Sommer welche ein)
  • 100 g Kabanossi (anstelle von Andouille-Wurst)
  • 2 Scheiben Bacon
  • 1 mittlere Zwiebel (vorzugsweise rot, sonst gelb)
  • 1 Paprika, rot
  • 1 Knoblauchzehe
  • 250 ml Gemüse- oder Hühnerbrühe (ggf. Instantbrühe in warmem Wasser aufgelöst)
  • 200 ml Schlagsahne
  • Cajun-Gewürz z.B. Haralds Fuego Mix (Buch-Rezept) oder Feuerstreuer Cajun Dust
  • Sonnenblumenöl (bei Bedarf)
  • 1 Zweiglein Thymian (optional. siehe Anmerkungen)
  • Shrimps (optional. siehe Anmerkungen)
Anleitungen
  1. Maiskerne von den Kolben schneiden (Tipp: Ein untergelegtes Küchentuch hilft, dass die Kerne nicht durch die Gegend fliegen). Bacon und Wurst in kleine Stücke schneiden, Zwiebel hacken, Knoblauch fein hacken.

  2. Dutch Oven vorheizen (nur Unterhitze). Wir verwenden 6 Koko Eggs

  3. Bacon darin anschmoren, alles Fett rausbrutzeln. Die knusprigen Bacon-Stücke herausfischen und beiseite legen, Bacon-Fett im Topf belassen.

  4. Wurst-Stückchen im Topf bräunen, sodass auch dort das Fett austritt. Gebräunte Wurst-Stückchen herausnehmen und zum Bacon geben.

  5. Maiskörner ins Fett geben und goldbraun brutzeln (ca. 10 Minuten; falls zu wenig Fett, etwas Sonnenblumenöl hinzugeben).

  6. Knoblauch dazugeben und auf dem Topfboden leicht anschmoren.

  7. Zwiebel und Paprikawürfel hinzugeben, alles gut verrühren.

  8. Auch Bacon und Wurst dazugeben, alles gut verrühren.

  9. Brühe nach und nach dazu geben, umrühren und köcheln lassen, bis die Brühe fast verschwunden ist und die Zwiebeln glasig sind, etwa 15-20 Minuten (Restflüssigkeit wird von der austretenden Maisstärke angedickt).

  10. Sahne nach und nach dazu geben, umrühren und reduzieren lassen (ca. 10-15 Minuten bzw. bis die Basis schön dick wird). Shrimps bei Bedarf ca. 10 Minuten vor Schluss dazugeben und mit köcheln lassen.

  11. Mit Cajun-Gewürz und Hot Sauce würzen, gut verrühren, abschmecken.

    Tipp: Nicht extra salzen – das erledigen schon Bacon und Wurst.

  12. Heiß servieren, zum Beispiel über Reis.

Rezept-Anmerkungen

 

Maque Choux: Wahlweise mit Shrimps

In Cajun Corn Maque Choux, besonders wenn als Hauptgericht gedacht, passen Chicken (vorgekocht) oder Shrimps (wir nehmen mittelgroße argentinische Wildfang-Shrimps ohne Schale.)

Maque Choux: Etwas frischer Thymian macht sich gut

Auch wenn in den Original-Rezepten nicht enthalten, fügen wir gerne etwas frisch abgerebelten Thymian hinzu (10-15 Minuten vor Schluss).

 

* Heaths Video: https://www.youtube.com/watch?v=VGGWS7qu7zc

Poblano-Semmelknödel mit Ancho-Butter

Südtirol ist die nördlichste Region Italiens, und sie ist für ihre deftige Küche bekannt. Besonders beliebt sind hier Knödel (ital. canederli). Viele der endlosen Varianten beruhen auf altem Weißbrot oder Semmeln, die hiermit einer leckeren Resteverwertung zugeführt werden. Man kann aber auch spezielles Knödelbrot kaufen – trockenes schon für diesen Zweck fein zerkleinertes Weißbrot.  Viele der Knödel-Varianten enthalten Blattgemüse oder Kräuter wie Spinat, Petersilie oder Brennesseln; oft ist auch Käse mit drin. In Brühe erwärmt oder in Scheiben gebraten sind die Knödel auch ein leckeres Hauptgericht.

Poblano-Semmelknödel: Unsere Zutaten

Für unsere „mexikanisierten“ Knödel verwenden wir die leicht pikanten und sehr aromatischen Poblanos, einen der meist verwendeten Chiles in Mexiko. Mit ihrem kräftigen Aroma und leichter Schärfe sind sie ideal für unser Crossover-Rezept. Zu dem leicht rauchigen Aroma der gerösteten Poblanos passt als Käse geräucherte Scamorza perfekt.

Poblano-Semmelknödel mit Ancho-Butter
Vorbereitung
45 Min.
Zubereitung
15 Min.
 

Unsere Version der Südtiroler Spezialität, "aufgepeppert" mit Poblano und Ancho Chile. Lecker als Hauptgericht und als Beilage!

Gericht: Beilage, Hauptgericht
Länder & Regionen: Italienisch
Keyword: Ancho, Poblano, Vegetarisch
Schärfegrad: Mild, Mittel
Portionen: 9 Knödel
Zutaten
  • 250 g Knödelbrot, alternativ ein paar Tage altes Weißbrot 
    oder Semmeln in ca. 0,5 cm Würfel geschnitten
  • 200 ml Milch
  • 100 g Scamorza affumicata (geräucherter Scamorza-Käse), Rinde entfernt, in kleine Stücke geschnitten (ca. 0,5 cm)
  • 200 g Poblano-Chilis, geröstet (siehe Anm. 1), entstielt, entkernt, in kleine Stücke geschnitten (ca. 0,5 cm)
  • 2 EL Korianderkraut (Cilantro), fein gehackt (siehe Anm. 2)
  • 0,5 TL Meersalz
  • 1 TL Ancho, gemahlen
  • 2 Eier
  • 2 EL Mehl
  • 2 EL Butter
  • 3 Schalotten, fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • Wasser und Salz zum Kochen der Knödel
  • Optional: Butter und Ancho gemahlen für Ancho-Butter zu den Knödeln
Anleitungen
  1. Bei mittlerer Hitze Butter schmelzen und die Zwiebel ca. 2 Minuten darin andünsten. Knoblauch dazugeben und ca. 1 Minute weiter dünsten.

  2. Milch in einer kleinen Schüssel mit den aufgeschlagenen Eiern verquirlen.

  3. In eine ausreichend große Schüssel Knödelbrot, geschnittene Poblanos, Käsewürfel, Mehl, Salz, Ancho-Pulver, Cilantro, die gedünsteten Zwiebeln geben.

  4. Die Milch-Eier-Mischung darüber gießen.

  5. Alles gut vermengen, bis keine trockenen Brotstückchen vorhanden sind und die Masse zusammen hält, dann etwa eine Viertelstunde zugedeckt ruhen lassen.

  6. Nach der Ruhephase mit nassen Händen etwa tennisballgroße Knödel formen.

  7. Knödel bei Bedarf bis zum Kochen zugedeckt kühl stellen (man kann sie ggf. auch schon am Vorabend zubereiten).

  8. Knödel in reichlich kochendes Salzwasser legen und auf kleiner Flamme ca. 15-20 Minuten (je nach Größe) gar ziehen lassen.

  9. Gut abgetropfte heiße Knödel auf Tellern anrichten, ggf. mit Ancho-Butter übergießen und zum Servieren und mit weiterem gehackten Koriander bestreuen oder mit Korianderblättern dekorieren. Alternative zur flüssigen Ancho-Butter siehe Anm. 3.

  10. Für die Ancho-Butter (2 Portionen à 2 Knödel):

    40 g Butter in einer kleinen Pfanne leicht bräunen. Vom Feuer nehmen und 1 TL Ancho-Pulver
    einrühren.

  11. Ancho-Butter heiß über die Poblano-Knödel geben.

Rezept-Anmerkungen

Anmerkung 1: Das Rösten und Aufbereiten der Poblanos kommt ggf. noch als Vorbereitungszeit dazu. Hinweise zum Rösten der Poblanos siehe Chilis rösten und Leckeres damit zaubern.
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Damit wir derlei Rezepte jederzeit zubereiten können, rösten und "filetieren" wir Poblanos und frieren sie in kleinen Portionen ein. Einfach am Vorabend im Kühlschrank auftauen - sie werden "wie neu".
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Poblanos sind mal mehr, mal weniger scharf. Ggf. mit einem scharfen Streuer nach Wahl nachwürzen...
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Anmerkung 2: Anstelle des klassischen Korianderkrauts (Cilantro) verwenden wir gerne Vietnamesischen Koriander - siehe hier.
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Anmerkung 4: Anstelle der "nicht ganz schlanken" flüssigen Butter zu den Knödeln bieten sich die folgenden Soßen an, die sich auch schon im voraus kochen lassen:

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Rezept-Tipps:

  • Je älter (und trockener) das Brot, umso mehr Milch wird benötigt. Teig-Konsistenz durch Zugabe von Brot bzw. Milch entsprechend anpassen, falls zu flüssig bzw. zu fest.
  • Die Knödel kann man auch schon am Vortag vorbereiten: Knödel formen und im Kühlschrank in einem geschlossenen Gefäß aufbewahren und am nächsten Tag kochen.
  • Gegarte Knödel übrig geblieben? Nach Abkühlen im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag in Scheiben geschnitten braten.
  • Man kann die Knödel auch, wie ebenfalls in Südtirol üblich, statt mit flüssiger Butter in Brühe servieren.
    Poblano-Knödel in Brühe

Piquillo-Blumenkohlsuppe

Rund um die nordspanische Provinz Navarra wachsen die leckeren Pimientos del Piquillo, oder kurz Piquillo. Ihr typisches Aroma bekommen sie durch schnelles Rösten über Holzfeuer (Gas oder Grill geht zur Not natürlich auch). Unser Bericht dazu hier.

Rösten selbst gezogener Piquillos über Eichenholz

Die gerösteten Piquillos werden dann entweder „einfach so“ als Tapas gegessen, oder lecker gefüllt, zum Beispiel mit Fisch.

Piquillo-Blumenkohlsuppe: Unsere Zutaten

Wir bauen auch immer wieder gerne Piquillos an und rösten die rot gereiften Früchte über Eichenholz. Gehen nach dem Rösten beim Enthäuten welche kaputt, hacken wir sie und frieren sie portionsweise ein. Dann kann man sie für leckere Eintöpfe (Stews) und Suppen verwenden, wie etwa unsere Blumenkohlsuppe, der wir mit den Piquillos die Langeweile austreiben.

Piquillo-Blumenkohlsuppe
Vorbereitung
20 Min.
Zubereitung
30 Min.
Piquillos rösten (falls erforderlich)
30 Min.
Gesamtzeit
50 Min.
 

Eine cremige Blumenkohlsuppe ist lecker, aber etwas langweilig. Mit gerösteten Piquillos sowie gemahlenen roten Chili peppen wir den Küchenklassiker gehörig auf.

Gericht: Hauptgericht, Suppe
Länder & Regionen: Crossover, Vegetarisch
Keyword: Piquillo
Schärfegrad: Mittel
Portionen: 6 Portionen
Zutaten
  • 750 g Blumenkohl geputzt und in Röschen zerteilt
  • 100 g Piquillos geröstet, enthäutet, Innenleben entfernt, in kleine Stücke geschnitten
  • 250 g Kartoffeln geschält und grob gewürfelt
  • 150 g Zwiebeln gehackt
  • 4 EL Olivenöl
  • 200 ml Schlagsahne
  • 1 L Wasser
  • 1 TL Chili, rot gemahlen
  • 1/2 TL Pfeffer schwarz, frisch gemahlen
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Muskatnuss frisch gerieben
  • 3 EL Petersilie frisch, gehackt
Anleitungen
  1. Olivenöl erhitzen und Zwiebeln darin glasig dünsten.
  2. Blumenkohl und Kartoffelwürfel hinzugeben, kurz mitdünsten.
  3. Mit dem Liter Wasser und der Schlagsahne aufgießen, aufkochen und zugedeckt bei mittlerer Hitze 20 Minuten im geschlossenen Topf köcheln lassen.
  4. Etwa ein Drittel der Einlage herausschöpfen, beiseite stellen.
  5. Restlichen Topfinhalt mit dem Stabmixer fein pürieren.

  6. Mit Pfeffer, Salz, Chilipulver und frisch geriebener Muskatnuss würzen.

  7. Beiseite gestellte Suppeneinlage sowie die geschnittenen Piquillos zur Suppe geben, gut durchrühren und noch ein mal 1-2 Minuten aufkochen lassen.

  8. Piquillo-Blumenkohlsuppe mit gehackter Petersilie bestreut heiß servieren.

Rezept-Anmerkungen

Zur Vorbereitungszeit kommt ggf. das Rösten/Enthäuten der Piquillos hinzu. Um auch außerhalb der Chili-Saison für Suppen, Stews etc. gerüstet zu sein, frieren wir zur Erntezeit jene Piquillos fertig gehackt ein, die nach dem Rösten beim Enthäuten Risse oder Löcher bekommen haben und sich daher nicht zum Füllen eignen, oder die schlicht zu klein sind.

Das Rösten muss schnell gehen - wir wollen die Piquillos ja nicht garen

Am aromatischsten werden Piquillos, wenn man sie wie in Spanien über Holz röstet, wie in unserem Beitrag beschrieben. Weitere Informationen zum Thema Chilis rösten finden Sie hier.

Wer keine Piquillos anbauen möchte - frisch bekommt man sie bei uns ja leider selten -  bekommt im Fachhandel auch geröstete spanische Piquillos im Glas oder in der Dose, meist im eigenen (herrlich süßen) Saft.

Geröstete Piquillos de Lodosa im Glas