Salsa Tom Jala

Salsa Tom Jala: Aufgetischt!

Wir hatten noch Tomaten im Garten, und ein paar Jalapeños. Außerdem stand der Cilantro voll im Kraut. Was lag da näher, als eine leckere Salsa zu kochen! Diese hier kann mit jeder gekauften Salsa locker mithalten, ist schnell zubereitet und lässt sich dem persönlichen Geschmack anpassen.

Sind keine frischen Tomaten und Chilis zur Hand, kann man diese Salsa auch mit Dosen-Tomaten (inkl. Saft) und Chilis aus dem Glas zubereiten. Frisches Koriander-Kraut (Cilantro) ist allerdings ein Muss.

Tabapotle Bourbon Hot Sauce

Was macht man, wenn man noch eine Tabasco-Pflanze mit vielen roten reifen Chilis stehen hat?

Unsere Tabasco-Pflanze

Hot Sauce liegt natürlich nahe, aber statt eine fermentierte Lousiana-Soße im McIlhenny-Stil zu machen, haben wir die  feurigen Früchte mit rauchigen Chipotle kombiniert, abgerundet mit Tomaten und Bourbon Whiskey.  Das Ganze war ein Experiment mit nur ein paar Flaschen, aber das Ergebnis kann sich schmecken lassen: Ein rundes Aroma, und es mangelt nicht an Schärfe.

Tabapotle Bourbon Sauce: Unsere Zutaten

Ajvar à la Harald

Ajvar ist eine Würzpaste oder –Creme aus Paprika, die ihren Ursprung auf dem Balkan hat. In unserer Sturm- und Drangzeit sind wir oft beim „Jugoslawen um die Ecke“ gesessen, und während man aufs Essen wartete, gab es kräftiges Bauernbrot und Ajvar. An sich hätte ich danach gar keine Hauptmahlzeit mehr gebraucht…

Unser hausgemachtes Ajvar, fertig abgefüllt

Klassisch besteht Ajvar nur aus Paprika, später kamen auch oft noch Auberginen dazu; viele Rezepte laufen dabei auf ein Gewichtsverhältnis Paprika zu Aubergine von 2 bis 3 zu 1 hinaus.

Nachdem bei uns gerade viel Paprika und auch Auberginen im Garten reiften, hab ich testweise einfach mal ein wenig „Ajvar à la Harald“ zubereitet.

Paprika „Gypsy“ und Aubergine „Melanzana Perlina“

Als Paprika bot sich mir Gypsy an, die Früchte waren gerade schön rot gereift. Unsere Lieblings-Aubergine ist Melanzana Perlina. Die schlanken leuchtend lila Früchte sind kaum bitter und garen schnell  – eine tolle Sorte. Beide kamen zum Rösten auf den Side Burner, anschließend für eine Viertelstunde in Papiertüten zum „Schwitzen“, um anschließend die Haut abzuziehen.

Gypsy-Paprika, geröstet, enthäutet, vom „Innenleben“ befreit

Da Gypsy völlig mild ist, kamen für eine pikante Note zwei feurige Peperoncini a Mazetto mit rein. Die kleine Menge an Zutaten ließ sich mühelos in dem Becher pürieren, der mal mit dem Stabmixer kam.

 

Roasted Las Cruces Cayenne Hot Sauce

Anders als viele andere Cayenne-Varianten sind Las Cruces Cayenne schön dickfleischig – ideal, um sie auch einmal zu rösten, und dann zusammen mit ein wenig geröstetem Knoblauch zu einer feurig-aromatischen Hot Sauce zu verarbeiten.

Roasted LC Cayenne Hot Sauce – Chilis rösten

Das Rösten kann über sehr heißen Grillbriketts, über Holzfeuer oder etwa auf dem Sideburner eines Gasgrills geschehen. Die Knoblauchzehen können auf dem Grill oder in der Pfanne geröstet werden, bis sie weich und außen leicht gebräunt sind.

Roasted LC Cayenne Hot Sauce – geröstete und enthäutete Chilis

Das Ganze war einfach mal ein Experiment (daher die kleine Menge), aber das Ergebnis ist feurig, lecker, und vielseitig verwendbar.

Mehr zum Rösten von Chilis haben wir übrigens hier

Beni & Chupi Hot Sauce

Eine Chili-Cuvée mit Beni Highlands und Chupetinha

Beim Wein nennt man Cuvée den Verschnitt verschiedener Traubensorten. Deren Aromen, fein aufeinander abgestimmt, geben ein neues Ganzes. Das haben wir schon vor Jahren auch erfolgreich für Hot Sauce mit Chilis gemacht.

Beni & Chupi Hot Sauce

In diesem „Pure Chili“-Rezept haben wir ein kleines Batch mit je 200g Beni Highlands und Chupetinha gekocht – beides Sorten mit guter aber erträglicher Schärfe und jeweils mit einem für die Art Capsicum chinense typischen feinen fruchtigen Aroma. Beide ein wenig unterschiedlich, und, so unsere Hoffnung – einander schön ergänzend.

Beni & Chupi Hot Sauce: 50:50 Beni Highlands und Chupetinha

Spoiler Alert: In der Tat harmonieren die beiden Chili-Sorten sehr schön und ergeben mit dem hochwertigen Apfelessig eine exquisite Hot Sauce. Hier zahlt es sich aus, einen hochwertigen Essig zu verwenden, am besten Bio-Qualität.

Natürlich kann man hier auch mit anderen Sorten experimentieren.

Thunder Mountain Longhorn Omelett

Zum ersten Mal hatten wir „Thunder Mountain Longhorn“ im Garten – ein bemerkenswerter Chili aus der chinesischen Region Guizoua, die von den Leigongshan-Bergen umgeben ist, was so viel bedeutet wie „Mountain of Thunder“, daher der Name. Das Bemerkenswerteste ist die enorme Länge der schlanken Früchte – bei uns wurden sie zum Teil über 50 cm lang, und sie wachsen unheimlich schnell und reichlich.

Thunder Mountain Longhorn - ein ungewöhnlicher Chili
Thunder Mountain Longhorn – ein ungewöhnlicher Chili

Die rotgereiften Früchte haben eine fruchtig-süße Note und sind nur nahe dem Kelch leicht scharf. Ideale Kandidaten für ein herzhaftes Omelett… man muss sie nur ein wenig kürzen. 😛 

Roasted Red Pepper Sauce

Nicht alle unsere New Mexican Green Chiles NuMex 6-4 Heritage und NuMex Sandia Select blieben grün – einige reiften auch schön rot ab.

Eigene Ernte: New Mexican Green & Red Chiles
Eigene Ernte: New Mexican Green & Red Chiles

Solange sie ebenfalls noch schön knackig waren, haben wir diese aber genauso auf dem Gasgrill geröstet wie die grünen Chilis. Mehr zum Rösten von Chilis hier.

Auch die Roten werden geröstet
Auch die Roten werden geröstet

Während wir die grünen für Stews, Southwestern Breakfast und zum Füllen portionsweise eingefroren haben, wurden die roten nach dem Rösten und Enthäuten zu einer leckeren Soße verarbeitet – für etwas mehr Schärfe kam noch ein (ebenfalls rotgereifter) Jalapeño dazu, außerdem unsere Resternte kleiner Tomatillos. Die Soße frieren wir ein; es gibt sie dann gelegentlich über Pasta. Wer diese Zuaten im Garten reifen hat (nächstes Jahr sonst?), sollte diese leckere Soße unbedingt mal nachkochen.

Zutaten für die Roasted Red Pepper
Zutaten für die Roasted Red Pepper

Chile Pasado Sauce

Chile Pasado heißt übersetzt „Chilis aus der Vergangenheit“. Dabei handelt es sich um New Mexican Green Chiles (schreibt man in New Mexico mit „e“), die zuerst geröstet werden, um die zähe Haut zu entfernen und als Nebeneffekt tolle Röstaromen einzubringen. Anschließend werden die Chilis in der heißen Wüstensonne getrocknet.

Chile Pasado - Grundstoff für unsere Soße
Chile Pasado – Grundstoff für unsere Soße

Vor Einführung von Konserven und Tiefkühlschränken war dies in New Mexico die traditionelle Methode, um die Chilis zu konservieren und die Ernte das ganze Jahr über zur Verfügung zu haben. Dort waren und sind „Green Chiles“ quasi Grundnahrungsmittel – unter anderem werden sie zu leckerem Stew und zu Soßen wie dieser hier verarbeitet.

Um Chile Pasado in der Küche zu verwenden, muss man sie lediglich für kurze Zeit in heißem Wasser rehydrieren. Als unser Freund Dave DeWitt zu Besuch war, brachte er Chile Pasado mit, und wir haben diese Soße zu Burritos gekocht. Sehr, sehr lecker!

Chile Pasado sind teuer und womöglich etwas schwer zu beschaffen, aber natürlich kann man sie auch selber machen – die geernteten grünen New Mexican Chiles aus eigenem Anbau (z. B. 6-4 oder Sandia) werden geröstet und enthäutet, müssen in unseren Breiten aber im Dörrgerät getrocknet werden. Das kostet zwar Strom, dafür halten sie dann ohne Kühlung. Zum Selbermachen in Kürze mehr!

Double Ancho Rub

Rechtzeitigen Start und einen schönen Sommer vorausgesetzt reifen Poblanos rot ab und lassen sich zu Anchos veredeln – entweder nur getrocknet (im Dörrgerät) oder zusätzlich geräuchert (siehe Beitrag Smoked Anchos).

Ancho: Nur getrocknet (l) und geräuchert (r)
Ancho: Nur getrocknet (l) und geräuchert (r)

Beide Varianten ergänzen sich sehr schön – bei den „nur“ getrockneten tritt eine süße Note hervor, bei den geräucherten natürlich das zusätzliche Raucharoma. Zusammen mit ein paar weiteren Zutaten lässt sich daraus ein wunderbares Rub mischen, das sich auch gut als uníverselle Würze eignet.

Das beste Aroma bekommt man mit frisch gemahlenen Zutaten, darum machen wir immer nur eine kleine Menge, z. B. 90 g (einen Streuer voll). 

Double Ancho Rub Zutaten
Double Ancho Rub Zutaten

Cajun Mushroom Pasta

Cajun Mushroom Pasta
Cajun Mushroom Pasta

Eigentlich wollten wir dieses Rezept mit Shrimps zubereiten, doch dann erstanden wir auf einem Bauernmarkt einen Strohballen mit Austernpilzkulturen  (Pleurotus ostreatus).

Auf dem Bauernmarkt erstanden: Austernpilzkultur auf Stroh
Auf dem Bauernmarkt erstanden: Austernpilzkultur auf Stroh

Der versorgte uns eine Woche lang täglich mit frischen Pilzen, die natürlich verarbeitet werden mussten. So entstand unsere Cajun Mushroom Pasta. Die Grundlage ist das Sofrito mit dem für die Cajun-Küche typischen Trio aus Zwiebeln, Karotten und Stangensellerie. Nicht fehlen darf die typische Cajun-Würze – in unserer Mischung aus Salz, Paprika, Knoblauch, schwarzem Pfeffer, Cayenne, Thymian, Basilikum und Oregano ist alles drin, sodass sich weitere Gewürze erübrigen.

Austernpilze (Pleurotus ostreatus)
Austernpilze (Pleurotus ostreatus)

Die Soßenbasis liefert uns Sahne mit Parmesankäse. Als Pasta empfehlen sich die geriffelten Penne, aber auch Farfalle oder Fusilli lassen sich gut verwenden. Da die Pasta parallel zur Pilzpfanne kocht, geht die Zubereitung recht fix.

Und natürlich braucht man keine ganze Pilzzucht – 500 g frische Austernpilze vom Markt reichen…