Top 7 Chiligärtner-Hacks

Hier unsere Top 7 Hacks, die das Chiligärtner-Leben leichter machen.

  • Viel Saat einweichen im Eiswürfelbereiter
Viel Saat einweichen im Eiswürfelbereiter

Viele Chiligärtner weichen ihre Saat in Tee, Wasser oder diversen chemischen Lösungen ein. Wer viele verschiedene Sorten hat, braucht dafür viele Gefäße oder folgt meinem Rat, Eiswürfelformen zu benutzen. Wir fanden hierfür eine Form für 60 „Würfel“ mit genug Platz, mit einem Permanent-Filzer Nummern hinzuzufügen.
Alternativ eignen sich auch Monatsvorrat-Tabletten-Container.  
In jedem Fall Beschriftung nicht vergessen!.

  • Sortenreine Saat dank Teebeutel
Sortenreine Saat dank Teebeutel

Chilis kreuzen sich gerne. Nimmt man von den resultierenden Früchten Saat, gibts in der nächsten Generation unvorhersehbare Ergebnisse. Für sortenreine Saat muss man also die Blüten vor Fremdbestäubung – besonders durch Insekten – schützen. Zum Schutz einzelner Büten kann man Vlies-Abschnitte darüber geben und mit Blumendraht fixieren. Leicht können dabei Spalten bleiben, durch die sich ein Insekt mogelt. Wir nehmen stattdessen leere Teebeutel zum Selberfüllen, z. B. Zilia von Melitta.  Auch diese werden über die Blüte gestülpt und dann mit Blumendraht am unteren Ende angebunden.

Der linke Teil des Bildes zeigt dies. Beim Nachschauen (hier: 9 Tage später) sieht man, dass sich eine Frucht gebildet hat. Dies ist möglich, da Insekten zur Bestäubung der Chiliblüten nicht unbedingt nötig sind. Und da die Blüte nur ihren eigenen Pollen bekommt, entwickelt sich eine sortenreine Frucht.

Sobald die Frucht reif ist, beschert sie uns dann sortenreine Saat, in unserem Beispiel NuMex 6-4 Heritage.  Auch wenn wir kürzlich 20 Jahre alte Jalapeño-Saat zum Keimen brachten – alle 2-3 Jahre sollte man den Saatvorrat seiner Lieblingssorten auffrischen.

  • Low-Cost-Chilischilder
Low-Cost-Chilischilder

Für Quelltöpfe und Topfplatten sind kommerzielle Stecketiketten meist zu groß, und bei umfangreicherer Anzucht gehen sie auch schnell ins Geld.  Preiswerter (und maßgeschneidert) gehts mit einem Kunststoff-Schnellhefter in heller Farbe; mit einer Schere lassen sich daraus unzählige schmale Streifen schneiden, die sich mit einem Permanent-Filzer (z. B. Sharpie) gut beschriften lassen.

  • Schneckenschutz mit Joghurtbechern
Schneckenschutz mit Joghurtbechern

Schnecken lieben Chilis. Sie futtern die Blätter, und manche schrecken auch vor den Früchten nicht zurück – offenbar macht ihnen der Chili-Schärfestoff Capsaicin nichts aus.  Man kann es den schlimmen Schleimern schwerer machen, indem man sie garnicht erst den Stamm erreichen lässt. Alles was es dazu braucht, sind leere Joghurt-Becher. Mit einer Schere schneidet man den Boden heraus. Dann schneidet man den Becher der Länge nach auf, damit man ihn um den Stamm der Pflanze geben und leicht ins Erdreich drücken kann. Also rechtzeitig die leeren Becher ausspülen und sammeln, ggf. auch Nachbarn, Freunde und Familie bitten, mitzumachen. Zugleich ein tolles Recycling des Plastikmülls.

  • Mini-Gewächshaus in der Plastikflasche
Mini-Gewächshaus in der Plastikflasche

Wo wir gerade beim Recycling sind: Hier eine Idee für ein Mini-Anzuchthäuschen zum Nulltarif.  Von einer 1,5 L Kunststoff-Wasserflasche das Etikett und den Verschluss entfernen. Flasche mit einer Schere etwa im unteren Drittel aufschneiden, und in den oberen Teil einen 5 cm langen vertikalen Schlitz schneiden. Jetzt den unteren Teil zu 2/3 mit Erde füllen und die Chili-Jungpflanze (bereits 2 Blattpaare vorhanden)  einsetzen, gießen und Oberteil aufsetzen. Nicht vergessen, regelmäßig die Feuchtigkeit zu überprüfen und rechtzeitig umzupflanzen. Womöglich auch ein nettes Mitbringsel?

  • Schimmel nach (Regen-)Guss vermeiden
Schimmel nach (Regen-)Guss vermeiden

Die Früchte einiger Capsicum-Sorten haben am Kelch eine tiefe Einbuchtung, zum Beispiel Poblanos oder diverse italienische Peperone. Bei starken Niederschlägen sammelt sich hier Wasser, besonders im warmen Sommerwetter ein Ausgangspunkt für frühzeitigen Verderb der Schoten. Sofern es sich um eine überschaubare Anzahl handelt, kann man die Feutigkeit nach einem Regenschauer mit etwas Küchenkrepp aufsaugen.

  • Low-Cost-Chilischutzhandschuhe
Low-Cost-Schutzhandschuhe

Wer schon mal scharfe Chili ohne Handschuhe geschnitten und sich dann ins Auge (oder anderswohin) gefasst hat, wird das nächstemal an adäquaten Schutz denken. Eine preiswerte Möglichkeit sind die Dieselhandschuhe, die fast jede Tankstelle bereithält. Also gleich ein paar Extra-Handschuhe mitnehmen – der Sprit ist schließlich teuer genug! Bei superscharfen Chilis gegebenenfalls zwei Handschuhe übereinander ziehen.

Und dann noch…

Kontaktlose Temperatur-Überwachung der Anzucht-Töpchen

Erdtemperatur-Check mit dem Laser-Thermometer

Damit die Chilisaat keimt, braucht sie Wärme, am besten 25°C  bis 30°C. Hierzu gibt es Heizmatten und beheizte Anzuchtkästen. Aber wieviel Wärme kommt in der Erde oder im Quelltöpfchen an? Wer keine Sonde in die Erde bohren will, kann sich mit  einem Infrarot-Thermometer helfen.  Ein einfaches Gerät wie das im Bild gezeigte kostet um die 30 Euro ud arbeitet erstaunlich genau. Außerdem kann man damit die Temperatur vom Dutch Oven überwachen, die Temperatur von Fett in der Bratpfanne und vieles mehr.

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